Abschied nach 31 Jahren

Pfarrerin Petra Henning aus der Leitung der Telefonseelsorge Ostwestfalen verabschiedet

Mit einem bewegenden Gottesdienst in der Werster Versöhnungskirche wurde Pfarrerin Petra Henning am Freitag aus der Arbeit in der Telefonseelsorge Ostwestfalen verabschiedet. Nach 31 Jahren in diesem Aufgabenbereich, davon die letzten 17 Jahre als Leiterin der Dienststelle, verabschiedeten sie zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitstreiter sowie Vertreter des öffentlichen Lebens. In vielen Wortbeiträgen wurde die Bedeutung der Telefonseelsorge betont und die umfangreiche Arbeit von Petra Henning  zusammen mit den Hauptamtlichen und den zur Zeit 75 Ehrenamtlichen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren gewürdigt. Petra Henning habe die Arbeit mit viel Einfühlungsvermögen geleitet und die Ehrenamtlichen begleitet, betonte Superintendent Andreas Huneke. 20.000 Stunden würden ehrenamtlich im Jahr in der Telefonseelsorge Ostwestfalen geleistet. Huneke nahm im Rahmen des Gottesdienstes auch die formale Entpflichtung von Pfarrerin Henning vor.

 

Die Pfarrstelle in der Leitung der Telefonseelsorge Ostwestfalen wird vom Kirchenkreisverband der Kirchenkreise Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho sowie der Evangelischen Landeskirche Schaumburg-Lippe getragen. Landeskirchenrat Dr. Vicco von Bülow, theologischer Dezernent der Evangelischen Kirche von Westfalen für diese Region, betonte in seinem Grußwort die erfolgreiche Zusammenarbeit der ostwestfälischen Kirchenkreise. Die Pfarrstelle werde es auch weiterhin geben. Sie wird in Zukunft von Pfarrerin Petra Ottensmeyer übernommen, die bereits seit vielen Jahren ebenfalls in der Dienststelle arbeitet. „Ich bin froh“, sagte Pfarrerin Henning, „dass die Hauptamtlichkeit auch für die Zukunft gesichert ist.“ Sie wünsche ihrer Nachfolgerin und bisherigen Wegbegleiterin Gottes Segen bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe.

 

Bei dem anschließenden Empfang im benachbarten Gemeindehaus gab es viele weitere Beiträge aus dem Kreis der Mitarbeitenden, die verdeutlichten, wie beliebt die 61-jährige Pfarrerin ist und wie sehr man sie vermissen wird. „Ich habe in dieser Arbeit ja quasi mein halbes Leben verbracht“, stellte Petra Henning fest. Nun wolle sie aber mehr Zeit für die Familie haben. Pfarrerin Henning wechselt in den Kirchenkreis Herford und wird dort mit einer halben Stelle seelsorglich die Begleitung der Mitarbeiter in den Diakoniestationen übernehmen.

rl

 

 

Text und Fotos: Rainer Labie, Kirchenkreis Vlotho