Auferstehung

Auferstehung
Manchmal stehen wir auf
Stehen wir zur Auferstehung auf
Mitten am Tage
Mit unserem lebendigen Haar
Mit unserer atmenden Haut.

Nur das Gewohnte ist um uns.
Keine Fata Morgana von Palmen
Mit weidenden Löwen
Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken
Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

Und dennoch leicht
Und dennoch unverwundbar
Geordnet in geheimnisvolle Ordnung
Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.
Marie Luise Kaschnitz

„Manchmal stehen wir auf, stehen wir zur Auferstehung auf mitten am Tage…“ so beginnt das Ostergedicht von Marie Luise Kaschnitz. Und weiter:„Nur das Gewohnte ist um uns.“ Ein Text, der den Blick lenkt auf die Momente im alltäglichen Leben, die wie Kraftquellen wirken.
Die können ganz unterschiedlich aussehen: Wenn einem schlagartig etwas klar wird, wenn ein Wort genau in die eigene Situation trifft und stärkt, wenn ein Mensch einfach da ist und mit aushält, was schwierig ist, wenn im Ringen um den Glauben die Gewissheit aufblitzt, dass es Gott wirklich gibt.
Das sind Erfahrungen, die man nicht planen kann, das sind Geschenke, die das Leben würzen und neu Kraft geben.

Solche Ostererfahrungen wünscht Ihnen

Ihre TelefonSeelsorge Ostwestfalen