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„Die Beteiligung war großartig.”  Es wurden Sterne von Familien von Großeltern und ihren Enkeln, und auch von Schulklassen gebastelt.
Der Förderverein und die Telefonseelsorge  möchten ein herzliches Dankeschön an alle senden, die mitgemacht und diese Aktion unterstützt haben!

“Unsere Ehrenamtlichen, die Tag und Nacht am Telefon sind und Menschen in Krisensituationen ihr Ohr schenken, freuen sich über die Wertschätzung ihrer wichtigen Arbeit, sagt Hartmut Birkelbach vom Förderverein Telefonseelsorge Ostwestfalen.”  „Die Spende hilft uns, weiter zuzuhören und zu begleiten – und neue Ehrenamtliche zu schulen.“
Insgesamt hat die Volksbank in Ostwestfalen den Telefonseelsorgen Bielefeld und Ostwestfalen 20.000 € gespendet.

Wir sagen D A N K E !

Spendenübergabe an die Telefonseelsorgen

 

Volksbank in Ostwestfalen spendet 20.000 Euro an die Telefonseelsorgen

Sternaktion gegen die Einsamkeit

Selbst bei klarer Sicht sind so viele Sterne nur selten zu sehen: Mehr als 10.000 gebastelte Weihnachtssterne sind in den letzten Wochen bei der Sternaktion der Volksbank in Ostwestfalen zusammengekommen – eine außergewöhnlich hohe Beteiligung. Für jeden abgegebenen Stern hat die Volksbank in Ostwestfalen zwei Euro gespendet. Hinter jedem Stern steckt also auch eine gute Tat. Am Ende wurde der ursprüngliche Spendenhöchstbetrag von 15.000 Euro deutlich übertroffen und die Spende deshalb nochmals erhöht. So überreichte Thomas Mühlhausen, Vorstandsmitglied der Volksbank in Ostwestfalen, jetzt Schecks in Höhe von insgesamt 20.000 Euro an die Telefonseelsorge Bielefeld-OWL und die Telefonseelsorge Ostwestfalen.

Die Sternaktion endete kurz vor Weihnachten. Die Aktion der Volksbank findet jedes Jahr statt. Auch im kommenden Jahr werden wieder neue Projekte unterstützt.

„Wir wollten mit der Sternaktion in diesem Jahr etwas gegen Einsamkeit tun, die Telefonseelsorgen unterstützen und Aufmerksamkeit für deren wichtige Arbeit schaffen“, so Mühlhausen. Sein Fazit: „Die Beteiligung war überwältigend. Wir haben Sterne von Schulklassen erhalten, von Familien und von Großeltern und ihren Enkeln. Und es ist ein schönes und passendes Zeichen, dass die Sterne gegen Einsamkeit häufig gemeinsam gestaltet wurden.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht und die Aktion unterstützt haben!“

 

Die Freude bei den Telefonseelsorgen ist groß. „Unsere Ehrenamtlichen sind Tag und Nacht da. Für manche Menschen sind wir das einzige Gespräch am Tag“, sagt Hartmut Birkelbach vom Förderverein Telefonseelsorge Ostwestfalen. „Die Spende hilft uns, weiter zuzuhören und zu begleiten – und neue Ehrenamtliche zu schulen.“

Ulrich Geschwinder von der Telefonseelsorge Bielefeld-OWL ergänzt: „Die Telefonseelsorgen sind für alle da. Auch viele junge Leute fühlen sich gerade einsam. Für sie ist das erste Gespräch oft ein wichtiger Anstoß und ein Schritt nach vorn. Die Unterstützung der Volksbank und der Menschen in Ostwestfalen ist für uns ein wichtiger Rückenwind.“

Gemeinsam führten die Telefonseelsorge Bielefeld-OWL und die Telefonseelsorge Ostwestfalen mehr als 20.000 Anrufe im vergangenen Jahr, hinzu kommen zahlreiche Mails und Chats. Dieses Angebot wird von vielen Ehrenamtlichen getragen – knapp 100 bei der Telefonseelsorge Bielefeld-OWL und etwa 75 im Team der Telefonseelsorge Ostwestfalen. Diese hören zu, verweisen auf Hilfsangebote und helfen auch gegen Einsamkeit. Weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden stetig gesucht und können sich gerne bei den Büros der Telefonseelsorgen melden. Sie erhalten eine 15-monatige Ausbildung und werden fachkundig begleitet und weitergebildet.

Verschwiegenheit und Anonymität sind bei den Telefonseelsorgen garantiert. Deutschlandweit sind die Telefonseelsorgen erreichbar über die zentralen Nummern 08001110111 und 08001110222. Bundesweit werden von den insgesamt 105 regionalen Telefonseelsorgen mehr als 1 Millionen Gespräche im Jahr geführt.

 

Bild: „v.l. Hartmut Birkelbach (Förderverein Telefonseelsorge Ostwestfalen), Thomas Mühlhausen (Vorstandsmitglied der Volksbank in Ostwestfalen), Ulrich Geschwinder (Telefonseelsorge Bielefeld-OWL)“

Es war ein gelungenes Heimspiel für Sonja Hartwig: Die aus Bad Oeynhausen stammende Journalistin hat sich als Autorin für tiefgreifende, buchfüllende Recherchen einen Namen gemacht. Ihre mit Neven Subotić geschriebene Sportlerbiographie „Alles geben“ wurde zum Fußballbuch des Jahres nominiert. In ihrem neuen Buch „Wer bist du, Tod?“ widmet sie sich zusammen mit der Fotografin Nora Klein einem ungleich ernsteren Thema: dem Sterben. Am 21. November stellte sie das Projekt auf Einladung der TelefonSeelsorge Ostwestfalen in der Auferstehungskirche in Dehme vor.

Trotz Eiseskälte und des schweren, oft tabuisierten Themas fand die Lesung in Dehme große Resonanz. Pfr. i.R. Hartmut Birkelbach begrüßte im Namen der TelefonSeelsorge Ostwestfalen die zahlreichen Besucherinnen und Besucher und Sonja Hartwig „in ihrer Heimatkirche hier in Dehme“. Er erinnerte an das Bibelwort „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ und sprach die Hoffnung aus, „dass dieser Abend dazu beiträgt, dass wir alle klug oder zumindest ein gutes Stück klüger werden.“

Sonja Hartwig dankte herzlich für die Einladung und lud nun ihrerseits zu einer „Gedankenreise“ ein, bei der sie die Aussagen zweier von ihr auf dem Weg zum Tod begleiteter Frauen mit Erfahrungen ihrer eigenen Lebensgeschichte und eindrucksvollen Bildern der Fotografin Nora Klein verband, die das Buchprojekt begleitet hat. In Verbindung mit ihrer ebenso ausdrucksstarken wie ruhigen Vortragsweise entwickelte sich so in den nächsten 80 Minuten eine höchst facettenreiche Lesung, die die Zuhörenden sichtlich faszinierte, berührte und bewegte: über die ganze Zeit herrschte im stimmungsvoll gestalteten und Kirchraum absolute Stille und hohe Aufmerksamkeit.

„Ich fand es großartig, dass Frau Hartwig auch so persönlich von sich und ihrem Erleben gesprochen hat, ohne dass es sentimental oder irgendwie peinlich wurde“, sagte ein junger Mann, der aus einer Nachbarstadt nach Dehme gekommen war, weil er das Buchprojekt so spannend fand. Viele andere Besucherinnen und Besucher sagten im Anschluss: „Das hat so viele Erinnerungen und eigene Erfahrungen angerührt und mich ganz neu ins Nachdenken gebracht.“

Wolfgang Edler dankte als Pfarrer der gastgebenden Kirchengemeinde Sonja Hartwig für den besonderen Abend und lud herzlich sowohl zu Begegnungen und Gesprächen im Anschluss an die Lesung als auch zu den Gottesdiensten am Ewigkeitssonntag ein, in denen die Eindrücke und Fragen des Abends ebenfalls weiter bedacht würden.

 

 

 

Bad Oeynhausen Zum 40. Geburtstag der TelefonSeelsorge schenkte der Gospelchor Rehmissimo der TelefonSeelsorge Ostwestfalen ein Benefizkonzert in der Auferstehungskirche. Eine volle Kirche, ein abwechslungsreiches Programm und ein begeistertes Publikum waren die erfolgreichen Zutaten für einen rundum gelungenen Abend. Der Chor Rehmissimo, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern konnte, stellte am Samstag sein Engagement ganz in den Dienst der TelefonSeelsorge. Als Gäste gestalteten Sängerin Jördies Treude und der Perkussionist Michael Wagener das facettenreiche Programm des Abends. Zum Abschluss gab es noch einmal nach anhaltendem Applaus der ZuhörerInnen den Titel “Bridge over troubled Water“ als Zugabe.

Der Erlös des Konzertes kommt dem Seelsorgedienst in voller Höhe zugute. Aktuell besteht die Telefonseelsorge Ostwestfalen aus 82 ehrenamtlichen und 8 Auszubildenden. Im vergangenen Jahr wurden rund 10.000 Seelsorgegespräche durch die Mitarbeitenden geführt.  Ratsuchenden ihr Ohr zur Verfügung zu stellen, gerade auch in schwierigen Lebenssituationen ist Aufgabe der gut geschulten Mitarbeitenden.

 

 

TelefonSeelsorge Deutschland positioniert sich für Demokratie und gegen Rechts-
extremismus

Berlin, 10. Mai 2024 – Auf ihrer diesjährigen Jahrestagung verabschiedete die
TelefonSeelsorge Deutschland (TSD) einstimmig ein vom Vorstand vorgelegtes Papier zu
ihrer Positionierung für Demokratie und gegen Rechtsextremismus.

 

Hier der Wortlaut:
Werte der TelefonSeelsorge und Rechtsextremismus sind unvereinbar
Die politische Weltlage mit ihren vielfältigen Krisen und die innenpolitische Lage in
Deutschland mit zunehmenden Tendenzen zu rechtsextremistischen Positionen in Politik und
Gesellschaft veranlassen uns zu der folgenden Erklärung.
Wir beobachten mit Sorge, dass Intoleranz, Feindseligkeit und Hass in unserer Gesellschaft
zunehmen.
Beunruhigungen und Zukunftsängste vieler Menschen nehmen wir in unseren Begleitungen
wahr und ernst. Als TelefonSeelsorge in Deutschland stehen wir zu den in der Charta von
IFOTES (International Federation of Telephone Emergency Services) niedergelegten Werten:
„Die TelefonSeelsorge steht jeder Person, die Kontakt aufnehmen möchte, jederzeit zur
Verfügung, unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, ihrer Religion oder Nationalität.“
Wir vertreten das christliche Menschenbild, dass vor Gott alle Menschen gleich an Wert und
Würde sind.

 

Das bedeutet:
Jeder Mensch kann sich mit seinen persönlichen Anliegen an uns wenden. Das Verbreiten
rechtsextremer Positionen werden wir in unseren Begleitungen nicht dulden und Gespräche,
Mails oder Chats beenden, die solche Inhalte propagieren.
Die Mitarbeit in der TelefonSeelsorge kann nur durch Menschen erfolgen, die sich mit diesem
christlichen Menschenbild identifizieren und sich von menschenverachtendem,
rechtsextremem, rassistischem oder antisemitischem Gedankengut klar und eindeutig
distanzieren.

Als TelefonSeelsorge in Deutschland setzen wir uns für Menschenrechte, für einen
respektvollen Umgang miteinander und für eine freiheitliche Demokratie ein.

Vierzehnheiligen, April 2024

 

TELEFONSEELSORGE DEUTSCHLAND E.V.
Pressestelle: Caroline-Michaelis-Str. 1
10115 Berlin, Tel.: 0151 – 250 520 70
E-Mail: presse@telefonseelsorge.de

Festgottesdienst zum 40. Jubiläum der TelefonSeelsorge Ostwestfalen in Werste

 

„Dein Wort in Gottes Ohr“: Unter diesem Motto wurden am Freitag vier Jahrzehnte TelefonSeelsorge Ostwestfalen in der Versöhnungskirche Werste in Bad Oeynhausen gefeiert. Geleitet von Pfarrerin Petra Ottensmeyer, der Leitung der TelefonSeelsorge, und Superintendentin Dorothea Goudefroy und musikalisch von Kirchenmusikdirektor Heinz-Hermann Grube begleitet, war es für die Teilnehmenden eine Gelegenheit, einen besonderen Dienst zu würdigen.

Nicht nur viele der über 80 aktiven Ehrenamtlichen waren in Werste erschienen, um das große Jubiläum zu feiern. Auch viele ihrer Vorgänger aus vier Jahrzehnten TelefonSeelsorge Ostwestfalen waren dabei, darunter auch mit Johannes Lohmann, Petra Henning und Petra Ottensmeyer die nur drei Leitungen aus 40 Jahren: Ein lebendiges Zeichen für die Bindekräfte des Dienstes am Telefon. Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und allen Regionen des Einzugsgebiets vom Schaumburger Land bis hinter Herford versehen in Bad Oeynhausen ihren Dienst in langen Stunden am Telefon. Zusammengehalten werden sie vom Gemeinschaftsgefühl in der wohnlich eingerichteten in der Zentrale, aber auch von der Erfahrung, dass die Hilfe für den Mitmenschen viel zurückgibt. Im Gottesdienst kamen auch sie und die Anrufenden, anonymisiert und aus den Kirchenbänken wie aus dem „Off“ gesprochen, zum Wort.

Was uns wichtig ist, das können wir hören

 

In ihrer Predigt sprach Christina Brudereck aus Essen über die vielfältige Bedeutung des Hörens und des Ohrs als Empathie- und Gleichgewichtsorgan. „Was uns wichtig ist, das können wir hören“, erklärte die Autorin und „Theopoetin“ bildlich. Und dass Hören auch Teilen ist, wüssten die Menschen bei der TelefonSeelsorge, die den Anrufenden ihr Ohr leihen, und dafür viel für sich selbst zurückerhalten. Sie müssten dabei nicht für jedes Problem eine Lösung finden oder den Anrufenden praktische Hilfestellung geben. „Denn auch Rat-Schläge“, wie Superintendentin Goudefroy auch in ihrem Grußwort sagte, „sind manchmal Schläge“. Stattdessen helfe es, einfach zuzuhören: das zeige die Erfahrung der TelefonSeelsorge.

Die vier Kirchenkreise im Norden Ostwestfalens und die Landeskirche Schaumburg-Lippe tragen gemeinsam die TelefonSeelsorge Ostwestfalen, und ihre Vertreter, wie der Herforder Superintendent Olaf Reinmuth und Carsten Schöneberg, Verwaltungsleiter des Kirchenkreises Lübbecke, waren nach Werste gekommen. Auch wenn sie nicht im Gottesdienst beteiligt waren, so war es ihnen ein Anliegen, wie sie im persönlichen Gespräch sagten, dabei zu sein und die Leistung der Ehrenamtlichen zu feiern. 

Ähnlich äußerte sich auch Pfarrer Hartmut Birkelbach, Vorsitzender des Fördervereins, der zusammen mit dem Hauptamtlichen Mitarbeiter der TelefonSeelsorge, Martin Dohmstreich, die Gäste an der Tür in Empfang nahm. Viele neue Aufgaben hätte es für ihn im Ruhestand gegeben, sagt ehemalige Kulturreferent im Kirchenkreis, doch sei er von der Leistung der Ehrenamtlichen überwältigt und überzeugt vom seelsorglichen Ansatz der Arbeit. Daher bringt er sich ein, um die Arbeit der TelefonSeelsorge mit dem Förderverein zu unterstützen, der auch die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr ermöglicht. Martin Dohmstreich pflichtete ihm in seinem Dankeswort bei und dankte den vielen privaten und öffentlichen Unterstützern, wie den lokalen Sparkassen und Volksbanken, mit deren Spenden Fortbildungen, Aktivitäten und die Ausstattung der Zentrale finanziert werden können.

Mit viel Respekt vor der ehrenamtlichen Leistung und in teils persönlich eingefärbten Worten dankten im Anschluss Helke Nolte-Ernsting, stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Oeynhausen, und Michael Großkurth, stellvertretender Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, den versammelten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden der TelefonSeelsorge. Für die Träger der TelefonSeelsorge Ostwestfalen, die Kirchenkreise Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho, sprach Superintendentin Dorothea Goudefroy. Sie gab ihrer Bewunderung für die TelefonSeelsorge Ausdruck, über vier Jahrzehnte immer wieder Menschen für diesen Dienst gefunden und gebunden zu haben, für ein Ehrenamt, das bewusst in der Anonymität und im Stillen wirkt: „Ihre Hilfe dringt nicht an die Öffentlichkeit, sondern an die Ohren der Menschen, die sie brauchen.“

 

Kevin Potter
oeffentlichkeitsarbeit@kirchenkreis-vlotho.de

TSOW-Jubiläumsprogramm

Ehrung für 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit

Besonderes Jubiläum in der TelefonSeelsorge

Im Adventsgottesdienst der TelefonSeelsorge werden jedes Jahr auch langjährig tätige Ehrenamtliche geehrt. Ein besonderes Jubiläum konnte in diesem Jahr begangen werden. Melanie* engagiert sich bereits seit 40 Jahren in der TelefonSeelsorge Ostwestfalen. Sie erinnert sich noch gut an die Anfänge. Im November 1983 trafen sich die neun Frauen der Ausbildungsgruppe zum ersten Mal. Damit ging die letzte von vier Gruppen an den Start. Aus kleinen Dienststellen in Lübbecke, Herford und Minden sollte eine zentrale Dienststelle für vier Kirchenkreise werden. Dazu mussten neue Ehrenamtliche gewonnen und auf die Gespräche am Telefon vorbereitet werden. „Zuerst standen Kennenlernen und Selbsterfahrung im Mittelpunkt“, erinnert sich Melanie. „Dann haben die Gruppenleitenden uns an Themen herangeführt, die uns am Telefon erwarten könnten.“ Nach der Vorbereitungszeit ging es dann im März 1984 mit den Schichten am Telefon los.

Die Geehrte hat in vier Jahrzehnten vor allem Nachtschichten übernommen. Dies war mit der Familienarbeit am besten vereinbar. Gefragt, warum sie bereits so lange in diesem Ehrenamt aktiv ist, sagt Melanie: „Dieses Ehrenamt bietet die ganze Palette des Lebens. Ich kann immer wieder Neues dazu lernen. Außerdem ist mir die TS-Gemeinschaft, der Austausch über Lebensfragen wichtig geworden.“

Petra Ottensmeyer und Martin Dohmstreich, die beiden Hauptamtlichen, gratulieren Melanie für ihr jahrelanges Engagement als Ansprechpartnerin für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Sie freuen sich, dass andere Ehrenamtliche bereits seit 35, 25 oder 15 Jahren dabei sind.

Weil die TelefonSeelsorge 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar ist, werden regelmäßig neue Mitarbeitende gesucht. Alle Ehrenamtlichen erhalten eine 15monatige qualifizierende Ausbildung in Gesprächsführung, Selbsterfahrung und zu den Themen, mit denen die Diensthabenden hauptsächlich konfrontiert werden. Im Frühjahr soll ein neuer Ausbildungsgang beginnen.

*Die Ehrenamtlichen der TelefonSeelsorge bleiben anonym.

Ehrenamtliche können auch zupacken

Kürzlich trafen sich einige Ehrenamtliche und die Hauptamtlichen zu einer besonderen „Schicht“ in der TelefonSeelsorge. Diesmal ging es nicht ums Zuhören sondern ums Zupacken.

Mit Scheren, Fugenbürsten, Besen und Häcker hatten sie sich zum Garteneinsatz verabredet. Garten und Terrasse wurden im gemeinsamen Einsatz von Unkraut und Moos befreit, wild wuchernde Brombeerranken zurückgeschnitten „Jetzt lässt sich die Terrasse wieder gut nutzen“, freut sich Martin Dohmstreich, stellvertretender Leiter der Einrichtung.

Die Dienstzimmer und Büroräume der TelefonSeelsorge sind in einem alten Pfarrhaus mit Garten untergebracht. An warmen Sommertagen wird der schattige Garten gern für eine Pause und besonders auch für die Supervisionsgruppen genutzt.

Nicht nur für die Gartenarbeit werden Ehrenamtliche gebraucht. Wie in jedem Herbst möchte die TelefonSeelsorge einen neuen Ausbildungskurs für den Dienst am Telefon starten. Interessierte Ehrenamtliche können sich ab sofort melden.

Freude über neue Sekretärin

Mit einem fröhlichen Frühstück ist kürzlich die langjährige Sekretärin Conny Nolte verabschiedet worden. Zahlreiche Ehrenamtliche haben sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, sich persönlich bei der „guten Seele“ der TelefonSeelsorge zu bedanken. Auch ehemalige KollegInnen kamen und erinnerten mit einem humorigen Beitrag an die gemeinsame Zeit. Fast 9 Jahre hat Conny Nolte hinter den Kulissen der TS gewirkt. Am PC am Schreibtisch in ihrem kleinen Büro, aber auch in der Küche, beim Mitarbeitendentag und im Dienstzimmer im Gespräch mit den Ehrenamtlichen. An vielen Stellen hat sie die Hauptamtlichen und die Ehrenamtlichen unterstützt. Mit einem herzlichen Dank wurde sie in den Ruhestand verabschiedet – wobei Ruhestand ein Wort ist, das nur wenig zu der Verabschiedeten zu passen scheint – ist sie doch immer in Bewegung.

Nach kurzer Vakanz konnte das Sekretariat neu besetzt werden. Seit vier Wochen arbeitet sich Ulrike Herbst in ihre neue Aufgabe ein. Abrechnungen, allgemeine Büroarbeiten, Telefonate bereiten ihr keinerlei Schwierigkeiten. All das kennt Ulrike Herbst aus ihrem vorigen Arbeitsbereich. Und die tausend Kleinigkeiten, die in einer Einrichtung wie der TelefonSeelsorge dazugehören, können nach und nach dazu kommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir so schnell eine neue engagierte Mitarbeiterin gefunden haben“, freuen sich die beiden Hauptamtlichen, Martin Dohmstreich und Petra Ottensmeyer.